Phnom Penh

Part 2 of Fallen in Love with Cambodia: emotional Phnom Penh

Nach unseren fantastischen Eindrücken von Siem Reap und Angkor, fuhren wir am Sonntag, den 28.02. weiter nach Phnom Penh (PP). Um 800h morgens ging es los. Carlotta hatte es ein wenig mit dem Magen und ihr war es schon übel. Glücklicherweise hatten wir einen geräumigen SUV für uns und einen sehr netten Fahrer, Phally. Mit ihm hatte ich während der Fahrt immer wieder ein tolles Gespräch. Ich ließ die Umgebung an mir vorbeiziehen und Carlotta konnte sich ausruhen und die Übelkeit wegschlafen – gut so!

After our fantastic impressions of Siem Reap and Angkor, we went ahead. On Sunday, 02-28-2016, we continued to Phnom Penh (PP). At 8am we went off. Carlotta had a little problem with the stomach and she was feeling bad. Fortunately, we had a spacious SUV for us and a very nice driver, Phally. With him I had a great conversation repeatedly during the ride. I let pass the surroundings and Carlotta could rest and sleep away her nausea – good!

Die Fahrt führte über staubige Strassen, an unzähligen Dörfer vorbei (die alle direkt an der Strasse lagen). Wir hatten Polizeikontrollen (Phally fuhr etwas sportlich und musste dafür zahlen), hielten an für einen Kaffee und kurz vor PP hatten wir die Möglichkeit gehabt, mal einen kleinen Power-Snack einzuwerfen: geröstete Spinnen – kann man machen, muss man nicht! Wir nicht!

The journey led us over dusty roads, we were passing countless villages (each of them right on the road). We had police checks (Phally drove sporty and had to pay for it), stopped for a coffee and just before PP we had had the opportunity to interject a small power snack: roasted spiders – you can do, but you do not have to! No way for us!

In PP kamen wir mittags an und es war noch heißer, als in Siem Reap: um die 39 Grad. Unser Hotel The Plantation lag super, direkt neben dem Royal Palace, und war eine grüne Oase! Plantation – nomen est omen!

We arrived in PP at noon and it was even hotter than in Siem Reap: almost 39 degrees. Our hotel The Plantation was great, right next to the Royal Palace, and was a green oasis! Plantation – nomen est omen!

Als Hauptstadt ist PP dementsprechend aufgewühlt. Wie auch schon vorher, begegneten wir viel Armut, aber es fuhren durch aus auch sehr viele große europäische SUV rum (wie auch in vielen anderen Ländern, gibt es in Kambodscha die Luxussteuer und die Autos kosten das Doppelte unseres Preises), es gibt neben den sehr einfachen Häuschen und Hütten immer wieder auch sehr sehr große Häuser. „Geld regiert die Welt“ bekommt hier nochmal eine ganz andere Bedeutung. Und wir wollen hier nicht sozial-kritisch werden: es fällt einem nur deutlich auf!

As the capital, PP is routed accordingly. As before, we met a lot of poverty, but we also saw many large European SUVs on the streets (as in many other countries, in Cambodia the luxury tax exits and the cars cost twice our price). There were, in addition to the very simple houses and huts, always very very large houses. Here the saying „Money makes the world go round“ gets an entirely different meaning. And we do not want to be socially-critical on this point: it was just very conspicuous!

Auf unserer Agenda stand noch ein Besuch bei der Botschaft von China. Tschekav (wir hatten sie ja in unserem Hotel in Luang Prabang/ Laos kennengelernt, arbeitet seit 7 Jahren in Shanghai bei Novartis, eigentlich aus Basel) hatte uns netterweise ein Einladungsschreiben zugeschickt. Mit den Unterlagen und unseren Pässen sind wir am Montag dann zur Botschaft mit dem Tuk Tuk (wir nahmen für alle weiteren Ausflüge immer wieder denselben Tuk Tuk Fahrer). Rein in die Botschaft, anstehen, großes Formular ausfüllen! Passfoto bitte! Ich hatte meins im Hotel! Also wieder zurück, Passfoto holen. Carlotta blieb in der Botschaft. Viel Verkehr! Knappe Stunde später konnten wir dann alles einreichen. „Donnerstag früh wiederkommen!“ – Mehr gab‘s nicht zu sagen! Für 3 Tage waren wir ohne Pass. Und der ist das Wichtigste auf einer solchen Reise! Ohne Pass ken‘ Spass! Es ging alles glatt und am Donnerstag früh hatten wir unser Visum für China! 30 Tage! Wir werden Tschekav in Shanghai besuchen und freuen uns auf noch soviel mehr in China.

On our agenda was still a visit to the Embassy of China. Tschekav (we were indroduced to her at our hotel in Luang Prabang/ Laos, for 7 years working in Shanghai at Novartis, Basel originally) kindly had sent us a letter of invitation for China. On Monday we went with the documents and our passports to the embassy with the tuk tuk (we took the same tuk tuk driver for all our other trips, too). Entered the embassy, queued, filled out a long blank! Passport photo please! I forgot my one in the hotel! So back to the hotel, getting my passport photos. Carlotta remained at the embassy. Much traffic! 1 hour later we could submit everything. „Thursday morning you come back!“ – There was nothing more to say! For 3 days we were without our passports. And it is the most important thing for our trip! Without this one you have no fun! Everything went smooth and in the early on Thursday we had our visa for China! 30 days! We will visit Tschekav in Shanghai and are looking forward for more in China.

Wir wollten eigentlich Laos, Kambodscha und Vietnam jeweils für einen Monat bereisen. Da wir in Laos nur 14 Tage waren und wir Vietnam auch nur 14 Tage machen wollen (die Dengue-Fieber Mücke breitet sich dort momentan sehr stark aus und somit sparen wir es uns lieber, ins Landesinnere reinzufahren), bleibt uns zeitlich genug Spielraum, um unseren Plan B zumachen. Und China hatten wir eigentlich auch nur aufgrund der Visa-Problematik vorab ausgeklammert. Das hat sich jetzt gelöst und wir freuen uns auf April: unser China-Monat mit Shanghai, Peking & Co. (Hong Kong kommt dann noch extra!): Ni Hao!

We wanted to visit Laos, Cambodia and Vietnam for one month each. Since we were only 14 days in Laos and we also want to visit Vietnam only for 2 weeks (the dengue mosquito spreads out there currently very strong and thus we don‘t want to go deeper in the inland), we have enough time to do our plan B. And China we had actually excluded in advance only because of the visa problem. Now this has been resolved and we are looking forward to April, our month of China with Shanghai, Beijing & Co. (Hong Kong is still extra!): Ni Hao!

In PP waren wir viel unterwegs. So viele kleine Strassen mit Geschäften, Ständen, Restaurants, etc…Natürlich waren im Royal Palace, der wirklich beeindruckt ist. Sind ins Neubauviertel (Diamond Island) gefahren. Alles Neu! Eigentlich fast alles leer. Die Chinesen investieren hier im großen Stil. Wir haben uns einen ganz guten Eindruck verschafft von dieser Stadt.

In PP we were walking around a lot. So many little streets with shops, stalls, restaurants, etc… Of course, we were in the Royal Palace, that was really impressing. Visited the new neighborhood (Diamond Island). All new! And actually, each building almost empty. The Chinese are investing here in a big way. We have had a very good impression of this city.

Und selbstverständlich wollten wir unbedingt mehr über die jüngste Geschichte des Landes erfahren. Und diese ist bekanntermaßen mehr als nur düster! Also sind wir zur Gedenkstätte und Museum „Tuol Sleng Genucide“ gefahren. Und es war sehr bedrückend und emotional. Nur soviel: es war vorher eine ganz normale Schule. Dann wurde es zur Folterstätte und Gefängnis S-21 von Pol Pot’s Roten Khmer. Die Arten der Folter kann man sich kaum vorstellen! Unsere Guide-Lady war so alt wie wir und sie war 13, als alles geschah. Das war für uns unglaublich: es ist hier in Kambodscha „unsere Generation“, die in ihren Teenager-Jahren diese grausame Zeit miterlebt haben. So jung ist diese brutale Geschichte. Von damals knapp 7 Millionen Einwohnern in Kambodscha wurden 4 Millionen insgesamt umgebracht. Fast jeder 2 Kambodschaner heutzutage, hat eine persönliche Geschichte zu den schrecklichen Ereignissen zu erzählen. Unsere Guide-Lady gehörte dazu…

And of course we wanted to know more about the recent history of the country. And this is known to be more than just gloomy! So we went to the Memorial and Museum „Tuol Sleng Genucide„. And it was very depressing and emotionally. Suffice to say it was previously a normal school. Then there was the torture chamber and S-21 prison of Pol Pot’s Khmer Rouge. The forms of torture you can hardly imagine! Our guide lady was in the same age as we are and was 13 years old when everything happened. That was amazing for us: it is here in Cambodia „our generation“ who lived in this terrible time in their teenage years. So young is this brutal history. Out of nearly 7 million people in Cambodia, 4 million were killed in total. Nowadays almost every second Cambodian is able to tell a personal story about the terrible times. Our guide lady was one of them…

In dem Gefängnis S-21 wurden bis zu 20.000 Menschen verschleppt und gefoltert. Von diesen 20.000 überlebten bis zum Schluss nur 23! Und von diesen 23 leben heute noch mindestens 3. Zwei von ihnen sind die Herren Chum Mey und Bou Meng. Wir konnten beide treffen, ihre Bücher kaufen und mit ihnen kurz sprechen! Und das nach der Führung durch diese Stätte. Wir waren mehr als ergriffen!

In the S-21 prison up to 20,000 people were kidnapped and tortured. Of these 20,000 only 23 survived until the end! And of those 23 still 3 live at least. Two of them are the Mr. Chum Mey and Bou Meng. We were able to meet both, buy their books and talk briefly with them! And all that after having the tour in this place. We were more than very touched!

Danach fuhren wir mit unserem Tuk Tuk Fahrer zu den „Killing Fields“, 15km außerhalb von PP. Alle Gefangenen aus S-21 wurden hierher gebracht, um dort getötet zu werden. Wir nahmen uns einen Audio-Guide, hatten um die 40 Grad und lauschten den Geschichten und den Propaganda Liedern aus jener Zeit. An den Massengräbern vorbei (immer wieder kommen aus der Erde Kleidungsstücke, Knochen und Zähne empor, die dann von den Mitarbeitern eingesammelt werden). An Brutalität sind die Geschehnisse hier kaum zu überbieten. Die Roten Khmer nutzten zum Morden und Töten keine Schusswaffen: Munition zu teuer… Wir ersparen uns die Einzelheiten, die man nachlesen kann! Nur eins sei erwähnt: wir hatten Tränen in den Augen, waren damit nicht alleine und konnten diese auch nicht aufhalten!

Then we went on with our tuk tuk driver to the „Killing Fields„, 15km outside of PP. All prisoners from S-21 were brought here in order to be killed there. We took an audio guide, it was around 40 degrees, listening to the stories and propaganda hymnes from that time. We walked by the mass graves. Time and again, clothes, bones and teeth were upcoming out of the ground, which were then collected by the staff. The brutality, which has taken here, was incredible. To murder and killing the Khmer Rouge used no firearms: the ammunition were too expensive… We skip the details that you can read everywhere! Only one thing should be mentioned: we had tears in our eyes, also the other visitors were fighting with their tears, and we could not stop ours!

Danach sind wir wieder Richtung Hotel, mussten uns wirklich eine Auszeit nehmen und alles verdauen. Vielleicht ist es ja gerade dieser Vergangenheit geschuldet, die „unsere Generation“ hier noch zutiefst miterlebt hat, dass es so viele junge Familien mit vielen Kindern gibt. Aufbau von Neuem und Drang nach Leben! Rund 15 Millionen (2013) – seit der grausamen Zeit eine Verdopplung der Bevölkerung!

After that we drove back to our hotel again, had to take a break and digest everything. Perhaps it is owed to this past, that „our generation“ has deeply experienced, that there are so many young families with many children. Construction of the new and the urge for life. Around 15 million (2103) – almost the double of population since the bloody period!

Die Menschen sind und bleiben unglaublich liebenswert und toll! Es entsteht mehr und mehr… alles entwickelt sich… nicht für alle gleich gut… Uns wurde gesagt, dass der derzeitige Premierminister ein Soldat der Roten Khmer stand. Mehr wollen wir hierzu nicht in unserem Blog schreiben!

The people are and remain incredibly lovable and great! More and more is arising… the developing moves on… not for all in the same good conditions… We were told that the current Prime Minister was a soldier of the Khmer Rouge. More about that we do not want to write in our blog!

Gestern ging es für uns weiter in den Süden auf die Insel Koh Rong Samloem. Mit unserem Fahrer Phally, der uns ja schon nach PP gefahren hatte. Wir fuhren nach Sihanoukville und nahmen dann ein Boot. Wir sind auf der Insel und es wirklich ein kleines Stück Paradies und man kommt sich vor, als Teilt man die Insel mit nur 50 anderen Menschen. Bis dann und bleibt uns gewogen auf unserem Blog, wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

Yesterday our journey went on, towards the south to the island of Koh Rong Samloem. With our driver Phally, who has driven us to PP before. We drove to Sihanoukville and the took a boat. We are on the island now and it is really a little piece of paradise and you mention, as you divide this little island with only 50 other people. See you and we’ll keep you posted on our blog…

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3 replies »

  1. Wahnsinnig – diese Bilderflut und die Berichte. Ich bin schon vom Lesen und Anschauen ganz verwirrt…
    Weiterhin viel Glück und meistens Freude. Mami

    Gefällt mir

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